#38 Gefühltes Alter & Altersbilder - so gewinnst du gute Jahre Lebenszeit
Shownotes
"Ich gucke auf Longevity kritisch, weil ich denke, dass Longevity nicht zum Ziel werden sollte. Es sollte ein gutes Leben zum Ziel werden und nicht ein langes Leben." Und doch bringt uns die Altersforscherin eine Longevity Massnahme mit, die Lebenszeit in sich trägt: Ein positives Bild vom Altern kann dir bis zu 7,5 Jahre Lebenszeit schenken – so viel wie der Effekt von Rauchen oder hohem Cholesterin. Du erfährst, warum Alter ein psychologisches Konstrukt ist, das du selbst mitgestaltest und mit welchen kostenlosen Mitteln du dein Altersbild positiver machst. Je früher du damit beginnst, umso mehr bereichert es direkt dein Leben im Jetzt obendrein.
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01:34 In dieser achtunddreissigsten Folge spreche ich mit Psychologin Prof. Dr. Jana Nikitin von der Universität Wien darüber, wie unser gefühltes Alter unser Leben verlängern oder verkürzen kann.
Ausserdem: • Warum ein positives Altersbild Lebenszeit schenken kann • Der Unterschied zwischen chronologischem, biologischem und gefühltem Alter • Warum Frauen zwar kränker, aber nicht unzufriedener altern • Wie intergenerationale Freundschaften Altersvorurteile abbauen • Warum Natur der beste und günstigste Tipp fürs Altern ist
37:21 … vom Reden ins Machen kommen: Wie schön wieder ein Beispiel dafür zu haben, das die besten, nachgewiesenen, evidenzbasierten Longevity Massnahmen nichts kosten!
SHOWNOTES
Zum Buch von Frau Prof. Dr. Nikitin über die sieben Mythen des Alterns hier
Und zur Studie über die geschenkte Lebenszeit hier
Transkript anzeigen
00:00:01: Hallo und herzlich willkommen zurück zum Podcast zur Langdäglichkeit.
00:00:05: Unserm gemeinsamen Weg mit neuen Erkenntnissen, die hoffentlich schönsten besten und längsten hundert Plusjahre zu erleben.
00:00:14: Jeder von uns kennt wahrscheinlich einen Vierzigjährigen der sagt, ich fühle mich wie ein Achtzigjähriger Und umgekehrt Achtzigäre, die sagen hey Ich bin fit wie Altoncu.
00:00:24: Genau dieses gefühlte
00:00:26: Bild meines
00:00:27: eigenen Alltags.
00:00:29: Das kann mir entweder viel Lebenszeit schenken oder viel Lebenszeiten nehmen.
00:00:34: Beides ist möglich!
00:00:37: Im ähnlichen Effekt hat mir ja schon besprochen.
00:00:41: zum Thema Einsamkeit, da gibt es diese Studie aus Harvard eine Langzeitstudie die immer wieder feststellt man kann noch so gesund essen sich noch gesund gesünder bewegen aber wenn ich einsam bin verliere ich trotzdem zehn Jahre meines Lebens In Folge.
00:01:01: thirty-two habe ich ja mit jemandem, der sich um Pflege im Alter kümmert das Leben mal vom Ende her betrachtet.
00:01:12: Mit der heutigen Expertin und Forscherin aber geht es zu diesem Thema wie man leben im alter Plan von vorne betrachtet?
00:01:25: Und das ist ganz schön spannend und sie bringt uns die neuesten Ergebnisse aus der Forschung mit!
00:01:31: Wir hören jetzt mal rein.
00:01:36: Hallo Frau Prof.
00:01:37: Dr.
00:01:38: Jana Nikitin von der Universität Wien mit dem Arbeitsschwerpunkt, ich muss nachgucken, Psychologie des Alterns!
00:01:47: Hallo herzlich willkommen.
00:01:48: Hallo, danke, dass ich hier sein darf.
00:01:51: Mit Ihnen möchte ich ja um dieses Thema kann ich mit einem positiven Bild des gefüllten Alternes eigentlich mehr Lebenszeit gewinnen besser leben, aber auch vielleicht sogar länger leben.
00:02:05: Und ich habe gelesen sie unterscheiden da auch so schön in diese drei Aspekte das chronologische Alter als biologischer Alter und der sozial gefühlte Alter.
00:02:15: also ich bin fünfundfünfzig.
00:02:18: Ich weiß dass ich biologisch drei Komma fünf Jahre junger bin Hat zumindest ein Test ergeben hat mich zumindest schon mal gefreut Also hat mich nicht negativ zurückgelassen Und gefühlt sag ich mal, wenn jüngere Männer sagen manchmal der älteren Frau da platzt dann fühle ich mich total alt.
00:02:39: Wenn ich noch Blicke auf den Straßen erhasche denke ich mir ach ja ist doch ganz schön bist du doch nicht so alt und so Schrumpfblick.
00:02:50: und wenn ich nach Lebenserfahrung gefragt werde unternehmerisch oder auch privat lässt mich das gut fühlen und auch immer wieder denkt, na ja also ich bin eigentlich ganz froh dass ich nicht mehr so jung bin.
00:03:02: Und das schon irgendwie hinter mir habe.
00:03:04: Reicht jetzt das schon damit Sie sagen, ah die Frau Baumgartner wird die sieben Komma fünf Jahre voll ausschöpfen?
00:03:13: Die in Studien nachgewiesen wurden wenn man mit einem positiven Bild ins Alter ist.
00:03:17: Ja es ist schön, dass Sie ein positives altes Bild haben.
00:03:20: Es zeigt auch sehr schön Also, dass das Alte ein psychologisches Konstrukt ist.
00:03:30: Es unterscheidet sich von Person zu Person und es unterscheitet sich auch innerhalb einer Person wie bei Ihnen vor eine Situation in die andere.
00:03:38: Und das zeigt sehr schön, dass wir mit diesem Konstrukt auch arbeiten können.
00:03:43: Das heißt allein ein positives Bild von eigenem Alte oder auch vom Alten allgemein reicht natürlich nicht.
00:03:53: Das ist ja die Ausgangslage, dass ich denke mit dem Alte kann ich auch gewinnen eben nicht nur verlieren.
00:04:00: das wäre das negativer Bild und das hat aber dann Konsequenzen auch für meine Verhalten.
00:04:06: das heißt ich mache auch eher Sachen ermöglichen länger zu leben und gesund zu leben.
00:04:15: Ich ernähre mich eher gesund, ich bewege mich eher mehr, ich bereite mich eher auf das alte Vor.
00:04:21: Das heißt, ich sehe das als eine Phase die ich gestalten kann und nicht nur aus dem Rest des Lebens...
00:04:28: Wo ich ausgeliefert bin?
00:04:30: ...wo ich aus geliefert Bin und wo ich liebe darüber gar nicht nachdenke wenn es dann kommt.
00:04:35: aber bis dahin will ich schön leben.
00:04:38: da sehen wir in vielen Studien dass es eben genau nichts hilfreich ist, dass man sich auf diese Phase auch vorbereiten soll und man bereitet sich eher auf etwas vor worauf man sich auch freut.
00:04:49: Und das ist ja auch was, wo das positive Bild vom Alter dann wieder einen Einfluss hat.
00:04:55: Das heißt ich verhalte mich anders aber ich schätze auch Situationen anders ein.
00:05:03: eben wenn ich denke Alten ist etwas Positives, dann sehe ich ja auch eher das Positive.
00:05:10: Eben eher den Blick von einem Mann der vielleicht noch Interesse an mir hat oder eben die Erfahrung, die ich habe.
00:05:19: Auch wenn ich vielleicht äußerlich nicht mehr so jung aussehe... Also ich sehe eher das positive und ich interpretiere ja auch uneindeutige Situationen eher positiv.
00:05:32: viele Situationen in unserem Leben eigentlich, die alle meisten sind nicht schwarz oder weiß.
00:05:38: Sondern sie hängen mit unserer Interpretation zusammen und diese Interpretations kann positiv also uns zuträglich sein oder negativ.
00:05:46: Und auch da sind positive Bilder wirksam.
00:05:50: Also wenn Sie sagen dass viel ja im Kopf stattfindet Wie Sie sagen auf wie wir dann reagieren oder in eine Situation reingehen?
00:05:57: Oder einer situation verarbeiten werden wir wieder rausgehen.
00:06:03: Wie kommt es dann, dass... Es kommt jetzt aus der Schulmedizin.
00:06:08: Dass Frauen zwar ja älter werden schon seit Jahren aus den Statistiken heraus aber man auch nachweisen kann das sie schlechter Älterwerden also dass sie gerade diesen diese letzte Phase.
00:06:23: also die meisten haben ja nicht das Problem Ältern per se sondern Es geht eigentlich um so eine Krankheitsphase.
00:06:29: Und wie lange ist die Krankheitsfase, bevor wir sterben oder der Tod kommt?
00:06:34: Dass sie bei Frauen größer angelegt ist als bei Männern.
00:06:38: Können Sie das irgendwie erleiden aus Ihren Erfahrungen?
00:06:42: Naja da ist ja der Unterschied... der körperlichen Erkrankungen, also Frauen leiden nachweislich in diesem hohen Alter mehr anderen chronischen Krankheiten als Männer die eben befürstet haben wie sie gesagt haben.
00:06:55: Aber das sagt ja noch nichts darüber aus wie zufrieden jemand ist und wie hoch das Wohlbefinden von jemandem ist.
00:07:02: Und da sehen wir eigentlich keine großen Geschlechterunterschiede.
00:07:08: Also es ist eben... Das ist ja diese Interpretationsfrage.
00:07:11: Wir wissen ja auch chronische Krankheiten oder Krankheiten insgesamt hängen zwar mit der Lebenszufriedenheit zusammen, aber nur moderat.
00:07:19: Da ist so viel Spielraum!
00:07:21: Wir haben ältere Menschen die kein gesund sind und trotzdem unglücklich und wir haben Menschen, die relativ viele Beeinträchtigungen haben und trotzdem ein zufriedenes Leben haben.
00:07:33: Und ich glaube da ist ja der Unterschied eben von dem was sie aus dem machen, aus den Voraussetzungen machen, die wir haben.
00:07:41: Ich weiß also nicht jetzt wahnsinnig viel über die Forschung zu diesen Geschlechterunterschieden und Krankheiten in dem sehr hohen Alter.
00:07:49: Das hängt offensichtlich auch mit den hormonellen Umstellungen bei Frauen, die im Stärke sind.
00:07:56: Aber es gibt ja auch biologische Erklärungen für diese geschlechte Unterschiede.
00:08:00: Ich glaube was wichtig ist das der psychologischen Perspektive dass wir da nicht einen unterschiedlichen Wohlbefinden sehen.
00:08:07: Also was die Ärzte, das war nämlich eine ganz andere, ganz interessante Veranstaltung.
00:08:13: Die Schulmedizin ist ganz klassisch also da ging es jetzt nicht um ganzheitliche Sicht und so ein bisschen die weicheren Faktoren.
00:08:21: Sonst ging wirklich um die Hartning sagt haben naja Frauen sind die Kümmererinnen Das heißt sie nehmen sich immer zurück?
00:08:28: Das bedeutet auch Es wird später erkannt nochmal abgesehen davon, ob die Medizin das bei den Frauen schon so richtig anschätzen kann.
00:08:37: Dass sie ein bisschen anders auch ticken als Männer aber einfach von ihrem eigenen Verhalten her weil erst noch kommt...ne ich muss aber doch erst noch das machen bevor ich an mich denken kann.
00:08:50: Ich insistiere da gerade nochmal so viel Weil meine Frage an Sie wäre müssen wir Frauen so ein bisschen anderes trainieren?
00:08:57: An einem älteres Bild?
00:08:59: So ein bisschen egoistischer?
00:09:03: Also, A würde ich sagen es ist nicht zu
00:09:07: simplistische
00:09:08: Erklärung.
00:09:09: Das ist ja nur darum geht das Frauen sich weniger um sich selbst kümmern würden.
00:09:13: wir wissen ja auch andererseits dass Frauen eher zum Arzt den gehen wenn sie bestimmte Symptome haben und übrigens ihre Männer auch davon profitieren, dass sie auch in den Männern zum Arzt schicken eher als die Männer ohne eine Frau leben oder ohne Partnerschaftsleben.
00:09:30: Also ich glaube nicht, dass man das ja alles nur damit erklären kann, dass Frauen quasi sich eher kümmern würden.
00:09:38: Wir wissen aber auch natürlich, dass frauen eher Pflegerollen übernehmen innerhalb der Familie und zwar in beide Richtungen also von Kindern, aber auch dann von älternden Eltern oder auch eben Schwiegereltern.
00:09:53: Das heißt die haben mehr Belastung was klar auch ein Teil der Erklärung sein kann.
00:10:00: Aber wir wissen auch und da komme ich jetzt zu dem Punkt des Egoismus in Anführungszeichen Die Geschlechter werden sich aufs alte Ähnliche.
00:10:12: also wir haben nicht mehr diese klare Trennung.
00:10:16: Männer sind eher agentisch und durchsetzungsfähig, eben weniger emotional.
00:10:21: Und Frauen sind die fürsorglichen und emotionalen usw.
00:10:25: Da gibt es ja eigentlich eine Ahnährung.
00:10:27: Also Männer werden weicher in Anführungszeichen mit dem Alter und Frauen werden weniger weich.
00:10:32: also das gibt so wie eine andere Gynität.
00:10:35: Ich werde nicht daraus schließen dass Frauen wenige... auf sich selbst schauen würden und deswegen mehr Krankheiten haben.
00:10:44: Ich glaube tatsächlich, dass alle von der Autonomie die sie gewinnen auch mit dem Alter profitieren.
00:10:54: aber klar Frauen haben ja halt übernehmen Mapflakerrollen da würden Sie sicher davon profitieren wenn auch Männer sich damit engagieren werden.
00:11:04: Also dann geschlechts- unspezifisch für alle gedacht Wie können wir an einem positiven Altersbild arbeiten oder trainieren?
00:11:15: Was würden Sie uns damit geben können.
00:11:17: Ja, das ist natürlich die Frage, eine Millionfrage... Wir wissen zwei Faktoren, die das beeinflussen können auf der individuellen Ebene.
00:11:30: Auf der individuelle Ebene ist das einerseits das Wissen.
00:11:34: Wenn wir jetzt heute dieses Gespräch hören und sich das Leute anhören und wissen, okay ich kann eigentlich recht viel in meinem Alterungsprozess selber gestalten.
00:11:47: Wie ich darüber nachdenke hat mit einem Einfluss darauf wie ich altere.
00:11:51: dann beginnt man ja auch ein bisschen sensibilisiert zu sein uns darauf achten wie man über das alte denkt Nicht gleich den automatischen, den Automatismen nachgehen im Denken.
00:12:03: Sondern vielleicht so eine Denkpause mal einlegen und sagen ist das wirklich so wie ich denke?
00:12:08: Ist es wirklich so dass das Alter nur Abbau heißt?
00:12:11: kann das ja auch nicht anders sein.
00:12:14: Das ist das Eine und das zweite sind intergenerationale Kontakte.
00:12:18: Je mehr Kontakte wir mit Menschen alle Alte kategorieren haben desto weniger Vorurteile haben wir.
00:12:26: diese Altesgruppe Das ist nachweislich in allen Gruppenkontakten, aber auch in den intergenerationalen Kontakten belegt dass das negative Verurteile abbauen kann.
00:12:41: Das heißt wenn ich Freunde Freundinnen habe die über sechzig-siebzig-achtzig sind dann wirkt sich das positiv wieder auf mein altes Bild weil dann sehe das oberflächliche, sondern auch die Lebenserfahrung, die die Leute haben.
00:12:57: Die Lebensfreude, die sie haben ihren Alltag der sehr bunt und heterogen sein kann.
00:13:03: Und ich habe nicht dieses vereinfachte Bild, dass leider auch gesellschaftlich sehr stark geprägt ist.
00:13:10: oder wir haben wenig Freunde und Freundinnen... Zwischen altes Gruppen.
00:13:14: Das ist extrem altes Homogen, also ich plädiere immer dafür mindestens eine Freundin oder ein Freund in einer anderen Altesgruppe die nicht nach oben und nach unten.
00:13:26: Ach das ist nachweisbar dass wirklich die Altersgruppen bei sich bleiben, wie sie so ausdrücken?
00:13:36: Das hat zugenommen!
00:13:37: Das hat zugenommen, weil wir halt immer weniger Kontakt haben zwischen Generationen.
00:13:43: Wir sind immer mehr segregierend.
00:13:46: Die Kinder haben wir quasi versorgt, dann haben die arbeitenden Erwachsenen und dann haben wir die Eltern erwachsen.
00:13:53: Also das ist geografisch, das ist kulturell getrennt und es nimmt tatsächlich zu wenn ich unsere Studierende... Wir haben jedes Jahr fünfhundert Studierender, die im letzten Semester anfangen.
00:14:05: Wenn ich sie frage wie viele Freunde-Freundinnen Sie haben, die über sechzig oder siebzig sind haben ja vielleicht eine oder zwei von fünfhundert.
00:14:15: Also innerhalb der Familie haben wir noch einigermaßen Kontakte zwischen den Generationen, aber auch da sprechen wir eher über Nähe auf Distanz.
00:14:24: das heißt hier haben wir nicht mehr das Zusammenwohnen oder wirklich geografische Nähe sondern eher so lockere Beziehungen, die aber emotional sehr nah sein können und auch sehr positiv sind.
00:14:37: Aber außerhalb der Familie praktisch nichts.
00:14:40: und das klar wenn wir nicht von der anderen Altersgruppe wissen und nichts erfahren dann können wir auf unsere Altersbilden nicht ändern.
00:14:48: Das heißt eigentlich, es fängt nicht erst jetzt wie bei mir mit ab fünfzig an wo man sich dann mal so überlegt okay gut.
00:14:55: Die Rush Hour ist jetzt ein bisschen vorbei Man hat so ein bisschen Zeit und Muse übers Leben generell nochmal nachzudenken.
00:15:03: Sondern je früher es eigentlich ganz normal ist dass ich Generationen übergreifend auf Freundschaften Nicht nur familiäre aber die natürlich auch Aber Freundschaft sind auch selbst umso besser gehe ich eigentlich in den Verlauf des Lebens rein.
00:15:23: Wie spielt jetzt, also da würde ich mir jetzt im Zukunft wahrscheinlich denken, weil wir wissen dass wir ja eine alte Gesellschaft werden, also die Wahrscheinlichkeit älteren Leute kennenzulernen wird bei dem zukünftigen Jungen nicht ganz so schwierig sein.
00:15:41: Aber was ja auch dazu kommt, sind hier schon auch so.
00:15:45: Gedanken wie ich möchte nicht zur Last fallen.
00:15:48: Also je älter wir auch medizinisch Möglichkeit haben zu werden, egal ob ich jetzt will oder nicht, ob ich longevity-Anhängerin bin oder nicht... Ich möchte nicht zum Last fallen.
00:15:59: und die Unsicherheit über Ja wird es finanziell auf ausgehen das wissen ja viele Generationen noch nicht.
00:16:08: Wie spielt das ins Altersbild rein oder anderswo?
00:16:12: Was würden Sie uns damit, wenn man von diesen Ängsten eben schon auch betroffen ist wieder mit umgehen.
00:16:21: Es sind natürlich reale Umwelt-Vaktoren also die mit der soziodynamischen Entwicklung zusammenhängen obwohl viele Ökonomen sagen dass es immer viel schwer zu gemalt ist die ganze Situation als sie das dann tatsächlich wird Vor allem eben, weil man immer sagt ja die ganzen Pensionssysteme werden kollabieren, weil das nicht mehr getragen werden kann.
00:16:46: Ich glaube nicht dass so eins zu eins wirklich übernommen werden kann.
00:16:50: aber ich bin jetzt keine Ökonomie, da ist er nur, dass es vielleicht so einfach gesehen wird auf diese Generationenkonflikt der da immer geschürt wird auch hinter den Medien.
00:17:05: werden auflass zulasten der jungen erleben.
00:17:09: Genau,
00:17:09: genau.
00:17:10: Aber jetzt mal ganz emotional so in den familiären Verbunden vielleicht das höre ich schon auch öfters dass die Sorge darüber nehme ich was vom Erbe weg weil ich zu lange in zum Beispiel an Pflegeheim, was ja inzwischen wirklich sehr teuer ist.
00:17:30: Dass das schon so Dinge sind die auch Menschen umtreibt und wo ich natürlich auch immer denke naja es ist eigentlich schade weil man damit sein eigenes älter werden ja sehr zau und schwarz automatisch malt.
00:17:47: Ja und da spielt er die Generativität eine große Rolle.
00:17:51: Das heißt, die Sorge um die nachkommenden Generationen eben dieses Verbrauche ich zu viele Ressourcen, die dann den nachkommenden Generationen sein, dass jetzt meine eigenen Kinder oder die Generationen im Allgemeinen fehlen.
00:18:07: Ich glaube das ist ja auch tatsächlich eine sehr individuelle Entscheidung und so jeder geht damit ein bisschen anders um.
00:18:13: natürlich kann man sagen wir haben das ganze Leben also wenn wir dann im Alter sind ein ganzes leben gearbeitet.
00:18:19: Wir haben beigetragen wie wissen auch dass eigentlich ältere Personen in jedem Lebensjahr mehr der Gesellschaft beitragen, als sie von der Gesellschaft bekommen bis auf die letzten zwei Jahre.
00:18:33: Wo die Pflegebedürftigkeit dann übernimmt und also nicht bei allen natürlich aber im Durchschnitt in Anführungszeichen mehr Kosten, als sie selber dann beitragen können.
00:18:45: Aber diese Beitrag ist immer da, sei es die Betreuung von Enkelkindern, sei jetzt das Engagement in freiwilligen Arbeit.
00:18:55: Das wird so stark unterschätzt und ich glaube aus der Perspektive werde jemanden zu Last fallen.
00:19:04: Völlig falsch, weil wir eigentlich das ganze Leben geleistet haben und dann sollten wir auch als Gesellschaft doch das ermöglichen dass die letzten Jahre wir wieder etwas zurückbekommen.
00:19:21: Und klar ist es schwierig eben auf der individuellen Ebene da sind die zu veränderlichen, auch der gesellschaftlichen Ebene.
00:19:26: Es ist ein ganz klare Gewinn.
00:19:28: Alten ist an einen Gewinn für die Gesellschaft nicht ein Problem und ich glaube das ist etwas was auch in den Medien einfach zu stark immer.
00:19:38: Es wird immer nur zu stark auf die negativen Seiten gezeigt und zu wenig auf das was es uns auch bringt.
00:19:45: Also ich muss sagen, also mein Blick zum Beispiel wurde auch sehr gewandelt als ich in Asien unterwegs war längere Zeit und da hat natürlich Seniorität ganz viel mit Weisheit und Erfahrung Respekt zu tun.
00:20:00: Also fast schon ein bisschen... Ich würde jetzt sagen im Vergleich zu uns und dann gucken dass das nicht überschwappt weil natürlich dann unbedingt der Gehorsam auch mitspielt Konfuzianismus usw.. Das ging jetzt zu weit Aber es ist schon dieser... Ich hab da meinen Vater mitgenommen, der wurde nur...
00:20:18: Also
00:20:19: ich war total egal.
00:20:20: Obwohl ich die in den Gewahr die Geschäfte machen wollte.
00:20:23: Es wurde alles bei meinem Vater umringen und doch fand das schön weil ich dann wenn ich dann wieder hier zu Hause war gedacht habe naja eigentlich gehen wir mit unseren Alten und an dem eigenen Elter werden nicht so schön um.
00:20:38: Oder andersherum, was haben wir für ein Altersbild in der Gesellschaft?
00:20:42: Das ist ja auch etwas, was unser eigenes Alters-Bild dann
00:20:46: doch auch.
00:20:46: Dass ich das aus sich vorher die individuelle Ebene angesprochen habe, wollte ich das eben abgrenzen vor der gesellschaftlichen Ebene wo das Bild tatsächlich eher... also wir haben ja so zwei Polarisierende Wälder.
00:20:59: Das eine ist diese Golden Ages, das sind die ja die Intervälbungen immer angesprochen werden, die noch fit sehen und reisen und viel konsumieren dann haben eben das gebrechliche Alter.
00:21:09: aber Alte ist ja so heterogen, eben alte Menschen sind die Heterogens der Gruppe überhaupt und wir können nichts sie in zwei Gruppen aufteilen.
00:21:18: Das funktioniert einfach nicht.
00:21:19: aber was ich sagen wollte bei auch bei uns historisch gesehen hatten wir ein ganz anderes Bild vom alten noch vor zweihundert Jahren.
00:21:28: es gibt eine sehr schöne Studie die sich die Betrachtung des altes in allen schriften verfügbaren Schriften in den letzten Zweihundert Jahren angeschaut hat und die haben gefunden dass sich eigentlich kontinuierlich die Altesbilder verschlechtert haben, obwohl wir länger leben.
00:21:44: Obwohl wir länger gesund leben und wo es ja so gekippt ist von positiven ins negative Bilder war um die Zeit, wo es auch eine starke Entwicklung der Gesundheitssysteme gegeben hat und wo altes Bild auf die Gesundheit verengt hat.
00:22:10: Fokussiert hat.
00:22:11: und das führt dazu, dass wir das alte nur aus dieser gesundheitlichen Perspektive oder stärker aus diese gesundheitliche Perspektiven betrachten.
00:22:19: aber das alte ist natürlich viel mehr als Gesundheit oder Krankheit.
00:22:24: Und weil wenn wir das ja nur auf die Gesundheits- oder beziehungsweise Krankheit verängen dann haben wir ein negatives Bild.
00:22:32: Klar, wir haben ja mehr Krankheiten im Alter.
00:22:35: Aber es ist eben ein Zu-Zu-Einseitiges Bild.
00:22:41: Haben Sie den Aspekt in Ihrer Forschung ob jemand gläubig ist?
00:22:46: Ob Religion egal
00:22:49: welche ganz nur hilft
00:22:52: positiv zu bleiben?
00:22:54: Es gibt so ein bisschen gemischte Befunde zur Religiosität.
00:23:02: Der Glaube an und für sich nicht unbedingt hilft, aber die Relik... mit der Religion verbundene Aktivität, das heißt in die Kirche zu gehen.
00:23:14: Diese kirchlichen religiösen Gemeinschaft dazu zu gehören hilft auf jeden Fall was aber natürlich auch an den sozialen Kontakten und der eingebundenheit in einer soziale Gruppe liegen könnte und nicht unbedingt nur mit dem Glauben zusammenhängen müsste.
00:23:29: Andererseits haben wir aber auch befindet er sowas wie Transzendenz oder dass ich ein etwas Größeres wahrnehme als ich nur ich alleine bin, auch mit in dem Alterungsprozess helfen kann.
00:23:43: Aber das muss nicht unbedingt eine bestimmte organisierte Religion sein.
00:23:48: Das kann die Natur sein.
00:23:50: Viele erleben so Transcendensmomente in der Natur oder bei der Betrachtung von Kunst oder es gibt ja so viele Momente für Transcendenserfahrungen, in denen ich erfahre da gibt's mehr nur mich und das hilft mir auch damit zum Beispiel mit der eigenen Endlichkeit klarzukommen.
00:24:13: Ich frage deshalb, weil es natürlich zum einen eine abnehmende zumindest organisierte Gläubigkeit gibt ich will es mal so formulieren Und zum Beispiel meine Eltern waren noch sehr katholisch erzogen, für die wir es nie in Frage gekommen handan sie selbst anzulegen oder mit mir darüber zu sprechen wie ich ihnen helfen könnte.
00:24:34: Inzwischen sind wir ja selbst in Deutschland soweit das Sterbevereine offiziell auch erlaubt sind und Mann Frau nicht mal
00:24:43: krank
00:24:43: sein muss um die Dienste sage ich mal in Anspruch zu nehmen.
00:24:51: Ich sag mal, in meinem Umfeld zum Beispiel Enger und Freundeskreis gab's schon vor Jahren immer diesen Ausspruch.
00:24:57: Dann mache ich eben den Gunther Sacks.
00:25:00: Der hat sich ja glaube ich also eine Diagnose bekommen hat sehr früh mit einer Pistole umgebracht wo ich immer gesagt habe Ja das ist witzig eigentlich geht es ja nur um das Thema Selbstwirksamkeit dass ich selbst Beantrabe zu bestimmen.
00:25:17: nimmt dieser diese Möglichkeit dass auch das Tabuisierte von vor paar Jahren inzwischen sich geöffnet hat.
00:25:27: Das müsste doch eigentlich also so in meiner Logik dazu verhelfen, dass man positiver reingeht weil man ja jederzeit sozusagen alle Optionen ziehen kann.
00:25:38: Können Sie das irgendwie nachvollziehen eben im Verläufe?
00:25:43: Also was auf jeden Fall hilft ist das gefühlte Kontrolle.
00:25:48: Wir wollen ja eigentlich in jedem Alte in jedem Moment in unserem Leben Kontrolle haben über unser Leben.
00:25:56: Und diese Möglichkeit, das eigene Leben bei unerträglichem Leiden zu beenden gibt uns das gefühlte Kontrolle und ich glaube dass ist ein positiver Punkt und das ist auch etwas was eben Sterberhilfe ermöglicht und andererseits wissen wir aber gar nicht unbedingt folgen muss.
00:26:21: Also das ist ja bereits das Gefühl, dass ich diese Möglichkeit habe mir helfen kann.
00:26:26: Deshalb sehen wir auch in der Schweiz wo die Sterberhelfer schon sehr lange über Jahrzehnte jetzt etabliert ist eigentlich keinen großen Anstieg an den In Sterbehilfe, wir haben ja zwar mehr Mitgliedschaften in Sterbehhilfeorganisationen aber das hat auch mit der Alterung der Gesellschaft zu tun.
00:26:46: Aber nicht unbedingt einen Anstieg an die Inanspruchnahme von Sterbeh Hilfe was eben eher dafür spricht dass es dieses Gefühl der Kontrolle geben kann, wo ich das ein bisschen kritisch betrachte und ich bin selber Mitglied in einer Steuerhilfeorganisation.
00:27:06: Also ich bin da sehr offen.
00:27:08: aber wo ich tatsächlich etwas kritisch bedacht habe ist in dem Moment wo eben vor allem älteren Menschen die das Gefühl dass sie vorher angesprochen haben, anderen zu Last zu fallen Und dann das Gefühl haben, ja dann können sie ja eher gehen mit Sterbehilfe.
00:27:25: Das wollen wir natürlich überhaupt nicht ausgesellschaften und da müssen die wirklich eine gute Balance bekommen und ich finde es wichtig dass es immer noch zwei Ärzte innen geben muss, die das bestätigen müssen, dass da unerträgliches Leiden vorhanden ist usw.
00:27:40: Also ich glaube... wie alles, also als positiver und negative Aspekte.
00:27:45: Ich glaube die negative Aspekte haben wir immer noch nicht wirklich gesehen.
00:27:48: Also das was befürchtet wurde eben dass wir dann zu einer Norm, da muss ich mich rechtfertigen wenn ich das nicht ein Nachspruch nehme.
00:27:55: Das alles sehen wir nicht, zumindest nicht in der Schweiz wo es etabliert ist.
00:28:00: aber ich glaub tatsächlich, dass wir das jetzt trotzdem im Blick behalten müssen
00:28:08: Absolut, die absolute Freiheit entscheiden zu können.
00:28:16: Und diese absolute Freiheit ist natürlich nicht... also jetzt nicht nur bezogen auf die Sterbehilfe sondern generell wir haben ja immer mehr Einschränkungen mit dem Alter und wir haben Verlust.
00:28:27: Also die haben wir auch!
00:28:28: Wir haben ja nicht nur Gewinne, wir haben zwar immer mehr Gewinnen auch im Alter aber wir haben auch mehr Verluste.
00:28:35: Wie alte Menschen damit umgehen, ist eigentlich erstaunlich.
00:28:40: Weil sie ihre Ansprüche untersetzen.
00:28:47: Also wenn ich etwas nicht mehr machen kann und kann sagen dann ist es mir nicht mehr wichtig.
00:28:52: Und dann ist mir einfach wichtig das was sich... Also quasi aus dem, was ich habe das Beste zu machen.
00:28:57: Und das ist ein Adaptationsprozess eigentlich unbewusst verläuft.
00:29:02: wir sind extrem anpassungsfähige Wesen und zwar auch im Alter.
00:29:06: Das heißt dieses geführte Kontrolle heißt ja nicht Ich muss immer alles entscheiden können und ich muss immer alle Möglichkeiten offen haben.
00:29:14: Sondern es ist ja auch dass die Möglichkeit besteht Ja auch sich an das anzupassen was ich hab und das machen wir automatisch im Alten Und so haben wir dann eigentlich immer ein hohes gefühlte Kontrolle.
00:29:29: Also kann ich absolut auch bestätigen, also ich habe meine beiden Eltern sehr intensiv begleitet auf beim Sterben die waren sehr unterschiedlich und doch hab Die hatten wundervolle Momente bis zum letzten Atemzug.
00:29:45: Und wo ich dachte so, diesen Zauber kann man wahrscheinlich erst verstehen dass älter werden wenn einem selbst die Abschnitte ereilen und man merkt man braucht vieles gar nicht mehr was jetzt undenkbar ist und man kann sich auch einen kleinen Dingen erfreuen.
00:30:01: das sind so die Lebensweisheiten die man eigentlich vorher schon weiß aber vielleicht noch gar nicht so leben kann.
00:30:07: Ja, aber es kommt ja auch mit der verkälzten Lebenszeitperspektive.
00:30:10: Das ist ja das Paradox heran!
00:30:12: Also ich kann mir jetzt oder wenn ich zwanzig bin... Ich kann mich schon sagen oh ich sollte mich mehr auf den Moment konzentrieren Aber mir fehlt die Motivation dazu.
00:30:21: und dieser Motivations kommt daher dass ich weiß ich habe nicht mehr so viele Jahre zu leben
00:30:26: Wenn ich das spüre, ne?
00:30:29: Ich hab alles vor mir
00:30:32: Und ich muss es ja auch aufbauen.
00:30:36: Ich muss
00:30:36: ja mein ganzes Leben erst aufbauten.
00:30:37: Da muss man mit Kraft nach vorne und Dinge ausprobieren, die totaler Humbug sind.
00:30:41: aber nur so kommt man manchmal weiter.
00:30:43: Das stimmt!
00:30:45: Die Longchevity-Bewegung, das wird mir so interessiert... Ich habe auch gelesen mit dem Begriff Anti-Aging was schon in den letzten Jahrzehnten herumgegeistert ist, können Sie gar nichts anfangen?
00:30:55: Jetzt gibt es eine immer großerwärnde Longchevitibewegung.
00:31:01: Die eine ist, dass man mit Hightech und so weiter unendlich alt werden möchte.
00:31:06: Wer das möchte, hat sie einen Glückwunsch.
00:31:08: Mach's bitte, sag ich immer!
00:31:10: Und die anderen sagen Na ja es ist einfach vielleicht der bessere Begriff dafür doch früher auf sich selbst zu achten und Verhaltensänderungen einzuleiten.
00:31:19: Wie gucken Sie auf den neuen Trend?
00:31:23: Also ich gucke auf Longevity kritisch weil ich denke, dass Longevity nicht zum Ziel werden sollte.
00:31:30: Es sollte ein gutes Leben zum Ziel werden und nicht dein langes Leben.
00:31:34: Ich meine, es klingt jetzt total banal aber das ist ja eigentlich genau das was die Longevity Forschung macht.
00:31:42: Sagt wir wollen ja möglichst lange gesund leben.
00:31:45: Aber dass das lange Gesundheitsleben nur ein Aspekt des Lebens gibt eben noch viele andere Aspekte und sie gehen dabei verloren.
00:31:53: Das ist ja mein kritische Blick.
00:31:55: Und ich glaube tatsächlich Das zweite, was mich da dann stört ist dass es extrem ungerecht verteilt ist.
00:32:04: Dass es ja wirklich die Reichen und die Wohlhabenden werden sich das vielleicht irgendwann leisten können Und wir sollten als Gesellschaft glaube vielmehr darin investieren, dass wir die schichten sozialen Schichten erreichen.
00:32:19: Die schon heute nachweislich nicht gut erhalten weil sie die Möglichkeiten das wissen, die Bedingungen nicht haben.
00:32:27: und das ist der zweite kritische Blick auf die Röntgenwünsteforschung.
00:32:31: Ja, absolut das in die Breite bekommen.
00:32:33: Das ist dieser Vorsorge- und Präventionaspekt.
00:32:36: aber umso mehr, umso beruhigter bin ich eigentlich über ihre Forschung und die Studien, die sie ranziehen mit diesen sieben Komma fünf Jahren, die man an einem positiven Altersbild gewinnt kann bei sage dass es unabhängig davon Ich kann mich noch so gesund ernähren und noch so viele Spritzen wie auch immer Serien nehmen, wenn ich ja trotzdem nicht weiß was ich mit den Jahren machen soll oder mein Leben nur diesen Sinn gebe.
00:33:02: Weiß ich gar nicht ob man an diese sieben Komma fünf Jahre rankommt?
00:33:06: Und das ist ja schon ein Ding.
00:33:08: also dass sind knapp acht Jahre vergleichbar mit Raucher Cholesterine und so weiter.
00:33:15: Also ich sage, das beruhigt mich wiederum, dass solche soziale Faktoren doch
00:33:20: auch eine große Frechspieler sind.
00:33:22: Und übrigens ist es ja nicht meine Studie.
00:33:24: Es wäre sehr schön, wenn es keine Studie wäre!
00:33:26: Das ist die Studie von Bekkale, die von Tierenkollegen.
00:33:28: Sie fühlen die aber mit Leben.
00:33:30: Was muss ich tun um genau dieses Trainieren zu können?
00:33:34: Auch vielleicht zu diesen Studien den Link gebe ich auch nochmal in den Show Notes weiter damit jeder der da reingucken will... Evidenz passiert, das finde ich immer wichtig.
00:33:44: Dass man nicht nur so...
00:33:45: Und dass das soziale was Sie angesprochen haben, das spielt eben eine extrem große Rolle.
00:33:50: Das fressen wir schnell, dass die soziale Eingebundenheit einer der treibenden Faktoren von Langlebigkeit ist und nicht irgendwie ob ich jetzt noch das mitnehme oder die Übung mache sondern viel stärker haben wir Leute um uns herum Die, für die es sich ja auch zu leben lohnt.
00:34:12: Genau!
00:34:13: Einsamkeit ist auch schon gesagt.
00:34:14: Zehn Jahre hat Harvard in dieser Langzeitstudie also, wo man wirklich sagen kann, mehr Evidenz braucht.
00:34:21: Gibt's nicht mehr über so lange Zeit seit den Dreißigern.
00:34:25: und trotzdem zum Schluss auch an sie die allerallerletzte Frage nämlich ohne bloß Expertinnenfrage wenn Sie uns nur eine Maßnahme mit auf den Weg geben können wie wir
00:34:37: ein
00:34:38: besseres Leben und vielleicht damit auch ein längeres Leben, auf allem besseres Leben.
00:34:43: Was wäre diese eine Maßnahme die Sie uns präsentieren?
00:34:52: Die meine Forschung in den letzten Jahren ist sehr stark über Natur und Alten Und wir sehen in jeder Studie, die wir durchführen Auch im Alltag und Experimenten das Natur das Altersbild positiver prägt, dass Natur uns eben dieses Gefühl gibt.
00:35:15: Es gibt da etwas mehr als nur wir und nur uns und dadurch uns auch hilft mit der Endlichkeit des Lebens klarzukommen.
00:35:24: Naturmacht ist auch ein sozialer Partner.
00:35:26: also wir haben in einer Studie gefunden ältere hochaltige Menschen sagen ich bin zum Teil alleine lieber in der Natur alleine weil ich dann wie mit der Natur Stärke in Verbindung trete.
00:35:39: Also wenn ich etwas... es gibt Grunde, die sagen würde möchte aber wenn ich eine Sache sagen würde jetzt aus der Forschung der letzten Jahre, die wir gemacht haben gehen sie einfach in den Wald, in die Natur, in den Garten.
00:35:51: haben Sie ne Pflanze zu Hause.
00:35:53: das ist nachweislich ein... ja also es ist nachweißlich besser für den Alter
00:36:03: Und das sagen Sie jetzt nicht nur, weil sie Schweizerin sind.
00:36:06: Zumindest
00:36:07: wenn ich Sie sprach mich
00:36:08: einordnen darf und in Österreich forschen also die zwei Länder sind ja schon viel Natur näher als wir Deutschen umsetzbar auf den National herunterzubrechen sondern Sie haben es auch in der Forschung nachgewiesen.
00:36:21: Sehr schön!
00:36:22: Also das ist doch ein wunderbarer Appell an uns alle mal wieder rauszugehen, wer es schon lange nicht mehr getan hat oder sich auch das Grüne hier bei mir in Düsseldorf zu suchen.
00:36:34: Ich muss ein bisschen länger laufen aber es gibt genug.
00:36:37: Vielen Dank für Ihre Einsichten!
00:36:40: Für ihre ehrlichen... Erkenntnisse, na was heißt ehrlichen Erkenntnis?
00:36:47: für ihre Erkenntnisse diese uns ehrlich und offen weiter vermitteln.
00:36:51: Noch viel mehr davon gibt es in ihrem Buch.
00:36:53: auch das gibt's in den Show Notes.
00:36:54: die sieben Mythen haben sich verpackt.
00:36:58: Das hat sich schon sehr spannend an.
00:37:00: also auf jeden Fall mal rein plättern und ich sag mal dass mit der Natur das hat mich jetzt ein bisschen angedrickert.
00:37:06: wir schauen mal ob wir da nicht nochmal ein Thema finden dass wir hier die Südachse nochmal sprechen können.
00:37:14: Herzlichen Dank für heute!
00:37:16: Viele Grüße nach Wien bzw in den Süden.
00:37:20: Vielen Dank.
00:37:22: So konkret kann Wissenschaft
00:37:24: sein.
00:37:25: Ich liebe es.
00:37:27: Das sind nicht Konstrukte im Elfenbeinenturm?
00:37:30: Nein In die Natur gehen sich neu mit einem Baum, einer Wiese oder eine Pflanze zu Hause verbinden Oder das kostet nichts.
00:37:42: Die besten Tipps bislang in meiner Podcastreihe sind die Tipps, die kostenfrei sind.
00:37:51: Longevity länger und gesünder vor allem und besser leben hat erst mal in erster Linie nichts mit dem Geldbeutel zu tun.
00:38:00: das fasziniert mich immer wieder und ehrlich gesagt erfreut mich auch immer wieder.
00:38:05: Und dann finde ich es eben Auch wieder an diesem Tipp so gut, dass ich nicht erst in zehn, zwanzig, dreißig Jahren was davon habe.
00:38:15: Nee!
00:38:15: Wenn ich jetzt direkt nach diesem Podcast rausgehe In die Sonne, in den Park Kann ich einfach loslassen und kann so ein bisschen Die Anspannungen auch gehen lassen.
00:38:26: Ich hab also im Jetzt schon etwas Mein Steinzeitmensch, meine
00:38:31: Neandertalerin
00:38:32: in mir.
00:38:32: Die wird auch direkt belohnt weil sie will ja immer im Jetzt belohnd werden.
00:38:38: Mein Achtziger ist, ich sag'', wenn du's jetzt schon machst dann zahlt sich das eben auf dein Weg zum Älterwerden mehr als aus und auf dem Weg sogar mit Zinseszins in die Natur geht.
00:38:54: Das is der Tipp.
00:38:55: und dass es die erste Erkenntnis.
00:38:58: Die anderen Erkenntnisse aber sind mindestens so spannend!
00:39:01: Ich nehme noch mal drei Sachen mit.
00:39:03: Die erste Sache ist, dass Alter an sich wirklich ein psychologisches Konstrukt ist was jeder für sich auch nochmal sehr individuell definiert.
00:39:16: Das geht wirklich in dieser ganzen Diskussion von longevity, finde ich immer total unter.
00:39:23: Zweitens, dann sollte sie vorbereiten und nicht einfach so reinschlittern, weil dann
00:39:30: kann
00:39:30: man – und wir haben es jetzt mit Studien belegt – auch wirklich davon profitieren im zählbarer Lebenszeit!
00:39:40: Und drittens Die Geschlechter, die gleichen sich beim Älterwerden an.
00:39:46: Also in der letzten Lebensphase werden die Männer ein bisschen ruhiger also weniger Jäger und die Frauen werden so ein bisschen anscheinend schon selbstbewusster.
00:40:00: hat die Evolution so eingelegt?
00:40:02: wahrscheinlich muss der Mann gucken dass er noch zu Hause gehalten wird weil eigentlich ist er ja in der Aufzucht dann überflüssig Und die Frau hat gelernt, ich kann mein Nachwuchs auch selbst aufziehen.
00:40:16: Also kann ich hier mal auf den Tisch schauen oder eher meinen eigenen Bedürfnissen nachgehen?
00:40:21: Ja ist schon ganz bitzig, oder?
00:40:24: Dieses Zusammenspiel wie wir das so sozial erleben von unseren schlechter Rollen und wie die Evolution das eigentlich angelegt hat und wo sich Dinge verändern und wo sie sich auch weniger verändert Vom Reden ins Machen kommen.
00:40:39: Was gibt sie uns also konkret mit die Frau Professor Nikitin?
00:40:44: In die Natur gehen, okay
00:40:45: kann jeder
00:40:45: von uns das ist ein Quickwind!
00:40:47: Das is easy peasy jetzt direkt mal schon planen wann du heute rausgehst.
00:40:54: Dann gibts ihr uns ja mit über die Generation hinweg Freundschaften zu pflegen und zwar in jedem Alter.
00:41:06: Vielen von uns fällt es ja schon schwer in der eigenen, sag ich mal, Bubble- oder Lebensphase neue Kontakte zu knüpfen.
00:41:16: und jetzt noch über die Generation hinweg ist auf jeden Fall.
00:41:20: Ich würde sagen mehr so ein Next Level Aufgabe oder Routine, die man eigentlich sein ganzes Leben lang beibehalten sollte.
00:41:31: das Gefühl der Kontrolle, die zu behalten finde ich auch einen ganz wichtigen Aspekt in dieser Lebensplanung, diese Selbstverwksamkeit.
00:41:41: Und ... Ich glaube schon dass die neue Möglichkeit ist sich Sterbehilfe zu organisieren es zumindest schon einzuplanen auf jeden Fall mal beruhigt und Es ist aus meiner Sicht auch gar nicht erstaunlich zu hören das Die Erfahrung in der Schweiz zeigt, dass die meisten es dann gar nicht in Anspruch nehmen.
00:42:05: Aber sie wissen zumindest zur Beruhigung Sie könnten wenn sie wollten Fände ich übrigens Da habe ich auch meine Meinung über die letzten Jahre geändert eigentlich auch ganz beruhigend Denn wir wissen nicht wie's kommt Wie wir gehen von dieser Welt und die Kontrolle Ja die Entscheidung in den eigenen Händen zu behalten Macht vielleicht die Jahre davor auch zufriedener und glücklicher.
00:42:33: Wenn dem so ist, finde ich sollte man sich direkt drum kümmern.
00:42:38: Und das mit dem Glauben und der Religiösität dass es gar nicht um den Glaubens an sich geht sondern mehr sich in einer Gemeinschaft zu fühlen und auch ja durchaus den gemeinen Sinn zu pflegen.
00:42:53: Das kann ich mir super gut vorstellen weil ich immer wieder auf feststelle je weniger Menschen offiziell in den Religionen verankert sind, umso mehr gibt es ja alternative Bestrebungen so ein bisschen Spiritualität für sich zu erfahren.
00:43:15: Das kann in dem Yoga sein das kann in den Meditieren sein.
00:43:19: was dem aber immer fehlt ist zu sagen Es geht nicht nur um mich sondern es geht vor allem auch um die anderen dass ich der Gemeinschaft wieder was zurückgebe und dass ich mich als Teil einer Gemeinschaft auch sehe.
00:43:33: Und deswegen ist das für mich, ehrlich gesagt auf der Grund, obwohl ich auch sehr viel an der katholischen Kirche als Institutionen zu kritisieren habe – ich wahrscheinlich mein Leben lang nicht aus dieser Kirche austreten werde einfach weil ich zuviel noch gut finde und diese Gemeinsschaft und den Halt die in der Gesellschaft reinstrahlen, nicht einfach weiterhin auch gut finde.
00:44:02: Aber das ist wirklich etwas was jeder wie so vieles ganz für sich selbst und individuell entscheiden muss.
00:44:10: Was wir aber alle gemeinsam tun können, ist ein Weg zu gehen zu sagen hey ich möchte besser, gesünder und damit hoffentlich auch länger, gut leben und älter werden!
00:44:25: Und das können Echt gut vorbereiten.
00:44:29: Und ich habe was Neues auf den Weg gebracht, was euch darin unterstützen soll, jeden Tag so einen kleinen Stupser zu kriegen – so ein Mikroimpuls!
00:44:40: Ich habe es den Hundert Plus Funken genannt.
00:44:42: und zwar kriegst du da jeden Tag nur so eine ganz kurze Pushnarricht oder Newsletter wo ein Impuls, eine Motivation, ein Wissenschnipsel drin ist, der dich kurz zum Nachdenken bringt.
00:45:01: Hoffentlich vielleicht auch ein Anstoß gibt was zu machen oder dass du jemanden weiterleiten kannst wo du sagst boah dem würde das jetzt auch
00:45:10: weiterhelfen.
00:45:11: Guck mal habe ich in
00:45:12: den Show Notes verlinkt.
00:45:14: ob das nicht für dich etwas wäre kostet nix
00:45:18: kannste dich anmelden und dann hörst du jeden
00:45:21: tag immer ganz kurz mit einem stupster von mir ansonsten für alle anderen Wir hören und sehen uns wieder genau beim nächsten
00:45:31: Podcast.
00:45:31: Bis dahin ihr Lieben, alles Schöne Gute und Sonnige von mir Nikola aus Düsseldorf.
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